Im Februar 2026 hat sich der Vorstand der SPD Langenhorn-Süd im Rahmen der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder mit einem Schreiben an Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel gewandt. Anlass waren öffentliche Äußerungen zur laufenden Tarifrunde, die bei vielen Beschäftigten und Gewerkschaften auf Kritik gestoßen waren.
Als Ortsverein war es uns wichtig, die Perspektive der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sichtbar zu machen. In unserem Schreiben haben wir die Bedeutung ihrer Arbeit für das Funktionieren unseres Gemeinwesens hervorgehoben und unsere Solidarität mit ihren berechtigten Anliegen zum Ausdruck gebracht. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie die Beschäftigten angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten, hoher Mieten und anhaltender finanzieller Belastungen spürbar entlastet werden können.
Zugleich haben wir darauf hingewiesen, dass die Tarifrunde nicht nur Auswirkungen auf die Einkommen der Beschäftigten hat, sondern auch auf die Attraktivität des öffentlichen Dienstes, die Gewinnung von Fachkräften sowie die Leistungsfähigkeit öffentlicher und sozialer Einrichtungen. Aus unserer Sicht gehört eine faire Bezahlung der Beschäftigten zu den zentralen Voraussetzungen für einen handlungsfähigen Sozialstaat.
Wir haben den Finanzsenator gebeten, diese sozialen und strukturellen Aspekte in den Verhandlungen besonders zu berücksichtigen und uns zu unseren Ausführungen eine schriftliche Stellungnahme zukommen zu lassen.
Nach Abschluss der Verhandlungen hat Andreas Dressel auf unser Schreiben geantwortet. Er bedankte sich für unser Engagement und betonte, dass ihm die von uns angesprochenen Herausforderungen – insbesondere die steigenden Lebenshaltungskosten sowie die Bedeutung der Beschäftigten für das Funktionieren der öffentlichen Daseinsvorsorge – bewusst seien. Zugleich verwies er auf die Verantwortung der Arbeitgeberseite, ein tragfähiges Ergebnis zu erzielen, das sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die finanzielle Situation der Länder berücksichtigt.
Der schließlich erzielte Tarifabschluss sieht mehrere Entgelterhöhungen in den Jahren 2026 bis 2028 vor. Darüber hinaus wurden die Ausbildungsvergütungen erhöht sowie Zuschläge für Schicht- und Wechselschichtarbeit verbessert. Auch weitere strukturelle Verbesserungen, unter anderem bei der Angleichung von Arbeitsbedingungen, wurden vereinbart.
Die Tarifrunde hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig eine starke Interessenvertretung der Beschäftigten und eine kontinuierliche politische Debatte über gute Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst sind. Für uns als SPD Langenhorn-Süd bleibt die Wertschätzung derjenigen, die tagtäglich in Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, technischen Bereichen und vielen weiteren Aufgabenfeldern für das Gemeinwesen arbeiten, ein zentrales sozialdemokratisches Anliegen.
